zur Mündung der Tarn in die Garonne

Ca. 29 km gelaufen.

Als ich heute Morgen meine Gîte in Lauzerte verließ, schaute ich zunächst durch das gegenüber liegende Stadttor. Die ersten Stunden des Tages sind meistens die Schönsten: Man ist noch frisch und es gibt immerwieder interessante Lichteindrücke.

Jetzt bin ich richtig in mediterraner Umgebung angekommen: In den Gärten wachsen Zitrusfrüchte, Olivenbäume, Oleander, Palmen und so einiges mehr, was man mit dem Süden verbindet. Schirmpinien wuchsen am Wegesrand. Kurz vor Moissac konnte ich am Horizont die Bergkette der Pyrenäen erkennen. Das Tagesziel Moissac war wieder einmal durch kunsthistorische Highlights geprägt: ein romanischer Kreuzgang.

Quercy Blanc

Ca. 24 km gelaufen.

Lauzerte – eine mittelalterliche Kleinstadt auf einem Berg

Der Tag mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen ließ sich entspannt laufen. Unterwegs habe ich mich heute viel auf Englisch unterhalten.

aus Cahors heraus

Ca. 23 km gelaufen.

Mittelalterliche Lot-Brücke in Cahors

Bei überwiegend trockenem Wetter habe ich das Lot- Tal verlassen. Die Wanderung war entspannt und die Causse ist hier lieblicher. Die Besonderheit heute Nachmittag war für mich, das ich in meinem Zielort Lascabanes bei einem kommunalen Pilgertreffpunkt mehrere Mitpilger getroffen habe, die ich jetzt schon seit zwei Wochen kenne. Es ist bei solchen Gelegenheiten immer ein freudiges Zusammenkommen.

Cahors

hier sind sogar die Emmaus-Jünger Pilger (linkes Fenster ) in der Kathedrale St. Etienne

nach Cahors

Ca. 32 km gelaufen.

Altstadt von Cahors im Regendunst

Heute war für mich ein anstrengender Tag, weil es öfters regnete und ich keine passende Gelegenheit für meine Mittagspause mit Siesta gefunden habe. Trotzdem bin ich gut in der Zeit ans Ziel gekommen. Landschaftlich setzten sich die Eindrücke der letzten Tage auf der Causse fort.

Über die Causses

Ca. 26 km gelaufen.

Auf der südlichen Seite des Lot-Tals ging der Weg überwiegend durch karge Eichenwälder und auf langen Abschnitten zwischen Steinmauern. In manchen Bereichen waren diese auch neu wiederhergestellt. Ein schöner Wandertag durch eine einsame Landschaft. Ich überlegte mir, ob der Wald in Thüringen in 30 Jahren wohl ähnlich aussieht, wie der hiesige.

zurück zum Lot über die Causse

Ca. 31 km gelaufen.

typischer Hirtenunterstand

Vom Célé ging es durch einen neuen Teil des Massif Central zum Lot. Ein Gewitter konnte ich unter einem Hausvordach aussitzen. Vor meinem Weg war mir nicht klar, dass sich das Massif Central aus so unterschiedlichen Gebirgsgruppen zusammensetzt. Heute die Causse; geprägt durch Kalkgestein. Keine Hochebene sondern eher ein durch viele Täler durchzogenes Gebiet. Entsprechend verlief der Chemin immer auf und ab. Obwohl eher dünn besiedelt, fand hier schon sehr früh eine Besiedelung statt:

Dolmen (Megalithkultur)

Vom Lot zum Célé

Ca. 24 km gelaufen.

Im Spinnennetz der Jakobswege

Nachdem ich heute im Nebel gestartet bin, kam mit dem Weg auf die Höhe die Sonne durch. Dieser Wechsel erzeugte schön Licht- und Landschaftsstimmungen. Der Weg ging über Höhen in das Tal des Célé. Mein heutiges Ziel Figeac hat eine schöne Altstadt, wirkt am Sonntag aber recht verschlafen.

Erneut ins Tal des Lot

Ca. 25 km gelaufen.

Livinhac-Le-Haut

Da war man noch genug gefangen von dem Kloster Conques im abgelegenen Tal, da geht es auch schon weiter und andere Eindrücke überlagern die Alten. Nachdem es steil aus dem Tal heraus ging, verlief der Weg ganz überwiegend an oder auf Fahrstrassen. Dafür aber mit schönen Fernblicken unterwegs. Ich hatte heute Glück und bin nicht nass geworden, obwohl der Wetterbericht recht unbeständiges Wetter gemeldet hatte.

Conques

Gestern, am 19.10.2023, ca. 24 km gelaufen.

Tympanon an der Abtei St. Foy (hl. Fides) in Conques

Die Wanderung über die Höhenzüge südlich des Lot war entspannt, abwechslungsreich, mit viel Aussicht. Und wir waren natürlich gespannt auf den Zielort von Hiltruds Pilgerurlaub. Am frühen Nachmittag erreichten wir dann Conques. Ein Ort, der im wesentlichen nur auf der Abtei und gastronomischen Betrieben besteht. Lebensmittel einkaufen war fast unmöglich. Vor Hiltruds Abreise haben wir heute noch angemessen diniert.

Die Kirche mit ihrem gut erhaltenen Tympanon und einem unerwartet großzügigen Raumeindruck hinterlässt wohl bei jedem Fusspilger Erinnerungen. Man fragt sich, wie hier im gefühlten Niemandsland so ein Gebäude mit solch einem Schatz entstehen konnte. In der Schatzkammer konnten wir heute noch den Reliquienschrein der heiligen Fides beschauen – eine Gold- und Edelsteinpracht.

entlang des Lot und durch Estaing

Ca. 22 km gelaufen.

Bessuéjouls bei Espalion an dem Lot

Aufgrund des Wetterberichts, der für den Nachmittag Regen gemeldet hatte, waren wir zeitig auf dem Weg. Die erste Besichtigung stand schon um einhalb Neun an. Dort gab es die romanische Kirche St-Pierre-de-Bessuéjouls zu besichtigen. Zwei Stunden später konnten wir das romantische Städtchen Estaing besichtigen und dort Pause machen. Eine halbe Stunde vor unserem Ziel erwiderte uns dann doch noch ein kräftiger Regenschauer.

ins Tal des Lot

Ca. 26 km gelaufen.

Weg durch Kastanienwälder

Heute ging der Weg richtig in Tal hinunter, von ca. 800 Meter Höhe auf etwas über 300 m. Entsprechend änderte sich die Vegetation. Wir erreichten mediterran geprägte Wälder. Die Orte werden wieder größer und die Lufttempertur wird wieder angenehmer. Vor Espalion entdeckten wir noch eine schöne romanische Kirche.

Abstieg aus der Hochebene

Ca. 17 km gelaufen.

Blick zurück auf den Weg der letzten Tage (auf ca. 1300 m Höhe

Heute ging es erst noch einige Kilometer über die Hochfläche des Aubrac. Mehrfach mussten wir einen Weg um die Kühe herum finden. Nach dem Ort Aubrac ging es ungefähr 500 Höhenmeter ins Tal hinunter. Aus der herbstlich geprägten Wintersportregion kamen wir in Kastanienwälder. die sich noch sommerlich anfühlten.

Die Höhen des Aubrac

Ca. 27 km gelaufen.

Aubrac

Der Pilgerweg verlief heute in weiten Strecken über Feldwege durch die faszinierende Landschaft des Aubrac. Es war windig und relativ kühl, aber es lief sich heute sehr gut. Die weite Landschaft, die durch Rinder beweidet wird, hat einen eigenen skandinavisch wirkenden Charakter.

Inzwischen treffen wir unterwegs immer wieder die gleichen Mitpilger. Jeder bzw. jede hat sein eigenes Tempo. Aber bei Pausen begegnet man sich wieder. Es sind immer recht herzlich Begegnung.

Die Höhen der Margeride

Am Freitag, den 13.10.23 ca. 33 km gelaufen und am Samstag, den 14.10.23 ca. 15 km gelaufen.

La Sauvage – eine ehemalige Templerburg

Die lange Etappe von Sauges nach St-Alban-sur-Limagnole starteten wir mit der Dämmerung um halb acht. Der Weg ging durch eine karge Landschaft mit nur wenigen kleinen Siedlungen. Granitbuckel und Steinhaufen prägten das Bild. Kurz vor La Sauvage überschritten wir den höchsten Punkt der Via Podiensis: 1320 m. Sowohl Sauges als auch St. Alban liegen auf ca. 900 m Höhe. Der Tag war anstrengend, aber wir kamen gut durch.

Heute, am Samstag, war der Weg dafür kurz. Schon kurz nach Eins waren wir am Ziel. Wir entschieden uns spontan für eine Gîte am Ortseingang von Aumont-Aubrac. So können wir den Nachmittag zum Erholen nutzen. Erstmals seit Wochen hatte ich einen Tag mit Temperaturen nicht über 15 Grad C. Inzwischen habe ich auch mehr als die Hälfte der Strecke nach Santiago de Compostella geschafft.

Querung des Allier in die Margeride

Ca. 19 km gelaufen.

Kunst vor Saugues

Von St-Privat-d‘Allier ging es erst den Hang entlang und dann hinab ins Allier-Tal. Damit ließen wir die Vulkanlandschaft des Velay hinter uns und stiegen zum Hochplateau der Margeride auf. Hier ist die Landschaft durch Granitbuckel geprägt.

Neu für uns war, dass doch eine ganze Reihe Pilger auf dem Weg unterwegs sind und man zwischendurch immer mal jemand trifft, mit dem man ein Gespräch beginnt. Die meisten wollen in ihren Ferien nur ein Stück des Jakobswegs laufen.

Start auf der Via Podiensis

Ca. 23 km gelaufen.

Detail des Taufsteins in Bains

Nach unserem Ruhetag in Le-Puy-en-Velay sind wir heute ganz fromm auf unseren neuen Wegabschnitt auf einem der vier Hauptwege durch Frankreich gestartet. Um 7 Uhr gab es eine Pilgermesse in der Kathedrale. Nach dem Pilgersegen ging es dann die steilen Treppen in die Stadt hinab. Wir gönnten uns vor dem Aufbruch mit Rucksack noch ein entspanntes Frühstück in unserer Ferienwohnung.

Der Weg aus der Stadt hinaus, war auch der Weg aus dem Loiretal hinaus. Interessanterweise trafen wir dann ein Stück weiter einen „Pilgerfreund“ der uns eine verkürzte Wegvariante empfahl. Dieser Herr erklärte uns später noch die Templerkirche mit Taufstein aus Congues. Anschließend ging es über den bisher höchsten Punkt unseres Weges (1209 m) und Alliertal.

Le-Puy-en-Velay

Ca. 19 km gelaufen.

Morgenstimmung über dem Loiretal

Wir sind nach einer guten Nacht in der Gîte „La Bergerie“ zeitig gestartet und haben die Morgenfrische und die schöne Morgenstimmung genutzt. Zum Mittag waren wir in Polignac mit seiner mittelalterlichen Kirche und einer beeindruckenden Burganlage auf Basaltfelsen.

Polignac

Und dann sind wir am frühen Nachmittag in Le Puy angekommen. Eine faszinierende Stadt mit der Kathedrale und einem Kloster und einer Madonna jeweils auf einer gesonderten Bergspitze.

in das Velay

Ca. 27 km gelaufen.

mit Hinkelstein?

Heute war der erste Tag in dem Gebiet Velay. Den ganzen Tag liefen wir nicht durch geschlossene Ortschaften. Große Teile des Weges verliefen auf dem César – Weg. Der Weg stammt also noch aus römischer Zeit. Die Namen der Dörfer links und rechts kamen einem wie aus einem Asterix und Obelix-Buch entnommen vor (z.B. Chomelix). Und tatsächlich sind die meisten Orte der Region gallischen Ursprungs.

über Montarcher

Ca. 25 km gelaufen.

Blick aus dem Kircheneingang von Montarcher

Der Tag fing damit an, dass wir in unserer sehr angenehmen privaten Unterkunft noch vor Sonnenaufgang den Mont Blanc sehen konnten. Den Höhepunkt unserer heutigen Tagesetappe hatten wir schon nach ca. zwei Stunden und ca. 300 Höhenmetern erreicht. Da hatten wir gerade den höchsten Punkt von 1165 m überschritten und kamen zu dem Dorf Montarcher mit seinen alten Befestigungsmauern und der romanischen Kirche. Anschließend lief es sich gut in die Tallagen durch dünn besiedelte Regionen des Forez.