Auf dem Küstenweg nach Zarautz

Heute ca. 23 Kilometer gelaufen.

Von Donostia – San Sebastian ging es über Treppenstufen auf die Höhe. Bei Sonnenschein und Temperaturen von circa 17 Grad lief sich wunderbar. Immer wieder gab es tolle Ausblicke auf das Meer. Zum Abschluss des Tages konnten wir dann noch 2 Kilometer barfuß am Sandstrand bis zu unserem Hotel laufen. Beim Kurhaus schmeckte das Eis bestens.

In Erwartung des Camino del Norte

Am 2. April 2024 soll es auf dem Camino del Norte ab Donostia / San Sebastián weiter gehen. Ich bin schon voller Erwartungen und gespannt, welche schönen Momente der Küstenweg für uns bereithält.

zum vorläufigen Abschluss: nach San Sebastian

Gestern am Donnerstag, den 16.11.2023, ca. 30 km gelaufen.

hinter mir: San Sebastian

Bevor ich für dieses Jahr meinen Jakobsweg beendet habe, wollte ich noch in den Camino del Norte hineinschnuppern. Dafür bot sich für mich der Weg von Hendaye (bei Irun) nach San Sebastian an. Obwohl die spanische Grenzregion deutlich städtischer ist, als das französische Baskenland, so führte der Weg doch beeindruckend an der Küste entlang. Er hatte viele Steigungen, aber dafür auch tolle Ausblicke. Leider war das Wetter durchwachsen, so dass ich den ersten großen Bergrücken nur am Hang gequert, aber nicht auf dem Kamm überquert habe.

Der Anfang des neuen Wegabschnitts nach Santiago, hat auf jeden Fall Interesse auf mehr geweckt. Daher kann ich mir gut vorstellen, den Weg zum Grabmal des Heiligen Jakobs noch über diese Route abzuschließen.

Morgen Vormittag wird von hier der TGV nach Paris starten. Von dort soll es dann in einem Rutsch nach Deutschland gehen.

Pilgerpause am Strand

hinter mir: Les deux Jumeaux

Die beiden Steine sollen von Roland dahin geworfen worden sein – die Flugbahn der Steine soll versehentlich nicht richtig gelungen sein. (Für Rheinländer: ja der mit dem Rolandsbogen) später starb er ja am Pyrenäenpass von Roncevalles.

ans westliche Ende der Pyrenäen

Gestern (Dienstag, 14.11.23) ca. 27 km gelaufen.

Baskische Häuser in St. Pée sur Nivelle

Schon ein paar Tage bin ich im Baskenland unterwegs und denke immer wieder, dass es hier nicht mehr richtig wie in Frankreich aussieht.

Gestern habe ich es dann auch bis an die Atlantikküste, direkt an der Grenze zu Spanien geschafft. (Hendaye/Irun). Bei angenehmen warmen Wetter war es schön, auf das Meer zuzulaufen. Die letzten Kilometer verliefen auf dem GR 10, dem Höhenweg, der auf französischer Seite die Pyrenäen entlang läuft. Ich merke aber auch, dass mein Körper eine Pause braucht. Die gibt es heute am Strand.

In der Gîte in St. Pée habe ich zwei Pilgerinnen aus Spanien getroffen, die nach Jerusalem pilgern wollen. Pilgerziele scheint es also noch mehr zu geben. Aber jeder läuft beim Pilgern seinen eigenen Weg.

langsam aus den Bergen heraus

Ca. 27 km gelaufen.

Da bin ich hergekommen.
Der erste Blick auf den Atlantik- da gehts hin.

Bei ausgesprochen warmen Wetter war heute ein angenehmer Wandertag, obwohl die Strecke aufgrund des gebirgigen Profils auch nicht ganz ohne war. Auch wenn in der ersten Hälfte des Tages viel Asphalt entlang der Nive zu laufen war, war es eine abwechslungsreiche Tagesetappe. Ziel war die Kleinstadt St. Pée sur Nivelle, die immerhin eine offene Pilgerherberge hat. Hier treffen sich verschiedene Wege.

gebirgiges Baskenland

Ca. 25 km gelaufen; davon leider ca. drei Kilometer verlaufen.

Es gibt auch noch glückliche Tiere.

Der Abschied von den Mitpilgern der vergangenen Wochen fiel doch etwas schwer. Aber nur einen Weg weiter laufen, weil andere ihn auch laufen, scheint mir auch nicht sinnvoll. Etwas neues zu entdecken, ist da für mich der größere Reiz. Daher habe ich mich auf dem Verbindungsweg zwischen St.-Jean-Pied-de-Port und Hendaye / Irun (also zum Atlantik hin) aufgemacht. Bei dem Wegstück nach Bidarray kam bei mir richtiges Bergfeeling auf: Es ging an rauschenden Bächen vorbei; Einzel stehende Höfe; und Tiere auf Wiesen am steilen Hang. Leider bin ich dann vor lauter Begeisterung gleich den falschen Berghang hochgelaufen.

St. Jean Pied le Port

Ca. 19 km gelaufen.

Stadttor „St. Jacques“

Ganz entspannt sind wir heute gemeinsam mit sechs Pilgern in St. Jean Pied de Port angekommen. Zwischendurch kam schon mal die Sonne durch und wir konnten einen Kaffee auf einem Dorfplatz genießen.

Stéle de Gibraltar und Ostabat

Ca. 27 km gelaufen.

an der Stéle de Gibraltar

An dem Stein kommen die drei nördlichen Jakobswege durch Frankreich zusammen und führen von hier gemeinsam über die Pyrenäen. Die drei Wege sind neben der Via Podiensis, die ich gelaufen bin, die Via Turonensis (von Paris über Tour) und die Via Lemovecensis (von Vézelay).

Leider waren die Wege heute witterungsbedingt teilweise eine Herausforderung. Schön ist, dass ich gestern und heute auch in der Unterkunft mit fünf netten anderen Pilgern unterwegs bin (auch wenn sie so ungefähr das Alter meiner Kinder haben).

So kann ein Jakobsweg auch aussehen.

aus dem Béarn ins Baskenland

Ca. 20 km gelaufen.

Aus meiner luxuriösen Ferienwohnung bin ich heute Morgen ganz gemütlich gestartet. Da der Wetterbericht für den Nachmittag besseres Wetter gemeldet hatte, habe ich noch einen kleinen Umweg an einem Supermarkt vorbei gewählt, um dort in der Waschstation meine Bekleidung einschließlich Handtuch und Hüttenschlafsack waschen und trocknen zu können. Leider regnete es heute immer wieder. Mit einer Flussüberquerung kurz vor dem Tagesziel bin ich dann endgültig im Baskenland. Die Landschaft wird auch zunehmend hügelige.

Auf dem Weg habe ich Mitpilgerinnen getroffen, die ich schon aus der ersten Gîte nach Le Puy kenne. Sie hatten auch die gleiche Gîte bei Aroue gebucht. Irgendwie kommen sie einem schon als „alte Bekannte“ vor.

Navarrenx

Ca. 32 km gelaufen.

Immer wieder Aussicht auf die Pyrenäen

Seit langem mal wieder ein Tag mit richtig schönem Wetter. Da machte es richtig Spaß zu Laufen. Die reizvollen Ausblicke unterwegs motivierten zusätzlich. Nur langsam komme ich den Pyrenäen näher, da ich im spitzen Winkel auf sie zulaufe. Die alten Pilgerpässe über die Berge liegen relativ weit im Westen, wo die Pyrenäen nicht mehr ganz so hoch sind.

ins Béarn

Ca. 37 km gelaufen.

Der erste Blick auf die Landschaft des Tages und darüber hinaus.

Den langen Tag bin ich zeitig in Pimbo gestartet. Durch Arzacq-Arraziguet hindurch lief es sich gut bis Arthez-de-Béarn. Am schönsten waren die häufigen Ausblicke auf die Pyrenäenkette. Jedesmal sah es irgendwie anders aus, bedingt durch die Wolken, die manchmal in oder über den Bergen lagen und den unterschiedlichen Lichteinfall der Sonne.

Pimbo

Cahors. 26 km gelaufen.

Die Bastide Pimbo

Dieser Ort ist schon alleine wegen des Namens einer Übernachtung wert. Pimbo besteht nur aus des Kirche mit romanischem Ursprung und ein paar Häusern drumherum. Der Ort soll von Karl dem Großen gegründet worden sein und wurde wohl von den Engländern im 12. Jahrhundert zur Befestigung der Grenze von Aquitanien ausgebaut. Im Portal gibt es Darstellungen, die sich nicht so ohne weiteres in den Kanon der üblichen Abbildung einfügen lassen.

Heute Morgen hatte ich letzte Regenschauer, dann kam die Sonne durch. Am Vormittag hatte ich eine ganz flache Landschaft mit viel großen abgeernteten Maisfeldern. Da kam ich mir ein wenig wie am Niederrhein vor. Das Bild wandelte sich dann ab Mittag wieder.

It‘s rain again …

Ca. 28 km gelaufen.

Der Stechginster denkt schon es wäre Frühling.

Gestern Abend hatte ich nach dem Blick auf den Wetterbericht gehofft, dass es heute trocken bleibt. Leider gab es aber den ganzen Tag Regenschauer und immerhin auch einige trockene Abschnitte dazwischen, bei denen sich manchmal sogar die Sonne heraus traute. Leider sind die nicht asphaltierten Wege derzeit sehr aufgeweicht und ich musste mehrfach große Pfützen umgehen. Immerhin sieht man wie sich der Wasserstand bei Bächen und Gräben normalisiert. Der Weg verlief durch Weinfelder und abgeerntete Maisfelder sowie durch Mischwälder. Immerhin habe ich heute in der Mittagspause auch wieder Mitpilger getroffen. In meiner Gîte in Aire-sur-l’Adour sagte man mir, ich sei der letzte Pilger, der in dieser Saison die Türe hinein gekommen sei.

Das Département Gers im Regen

Ca. 21 km gelaufen.

In einer Regenpause Fernblick auf die Pyrenäen

Sowohl beim Losgehen in Eauze als auch bei der Ankunft in Nogaro hat es geregnet. An zwei Stellen musste ich vom ausgezeichneten Weg abweichen, weil der Weg überspült war. Trotzdem hatte ich auch trockene Phasen und einmal auch mit Fernblick. Da kam es mir wie an einem verregneten Tag im Alpenvorland vor. Aber die Vegetation passte dann doch nicht: Flache Weinfelder, Kastanienbäume, Oleander, Palmen und Zitrusfrüchte in den Gärten. Bei der Ankunft am Nachmittag waren meine Schuhe dann doch auch wieder durch nass, obwohl meine Wirtin von gestern Abend, sich viel Mühe gegeben hat, sie trocken zu bekommen.

Erwähnen will ich noch, dass die Friedhöfe seit Allerheiligen alle mit großen Chrysanthementöpfen geschmückt sind. Ansonsten sind die Gräber anders als in Deutschland mit großen Steinplatten abgedeckt.

Condom-Eauze

Heute 33 km gelaufen.

Pont d‘Artigues

Ein langer und feuchter Tag, der aber für mich von der Stimmung erstaunlich gut lief. Inzwischen sind alle Bäche und Gräben voller Wasser. Leider bin ich heute morgen beim Ausweichen einer überschwemmten Fläche schon zu tief ins Wasser getreten. In Eauze bin ich trotzdem gut angekommen.

durch die Gascogne nach Lectoure un nach Condom

Sowohl gestern am 31.10. als auch heute am 01.11.23 29 km gelaufen.

Gascogne

Nach der Überquerung der Garonne hat sich die Landschaft deutlich verändert. Es gibt große landwirtschaftliche Flächen und die Landschaft ist leicht gewellt. Die Orte liegen häufig auf Anhöhen und haben mittelalterliche Befestigungsanlagen. Wenn die Aussicht gut ist, kann man schon die Pyrenäen sehen.

von der Bastion in Lectoure

Leider hat es häufiger geregnet. Wenn es von oben her feucht ist, nimmt meine Motivation deutlich ab. Zu dem sind jetzt häufiger die Wege matschig, was das Laufen erschwert.

Hier bin ich jetzt auch in der Grafschaft Armagnac, wo das gleichnamige Getränk herkommt. Darüber hinaus sind mit der Gascogne die Drei Musketiere verbunden. Diese habe ich aber bisher nur in Bronze gesehen.

Den Ortnamen Condom gibt es tatsächlich.

Querung der Garonne

Ca. 27 km gelaufen.

Garonne-Seitenkanal

Der Weg entlang der Garonne und dann über die Kanäle und den Fluss hinweg waren von viel Regen begleitet. So hatte ich zeitweilig Kanäle rechts und links neben mir, unter mir Pfützen und das Regenwasser von oben. Mit der Garonneüberschreitung dürfte ich auch den bisher tiefsten geographischen Punkt durchquert haben. In Auvillar mit seinem schönen Ortskern über den Flussniederungen besserte sich dann auch mit dem nachlassenden Regen die Stimmung.