Dilschhausen (Marburg)

Ca. 14 km gelaufen.

Marburg

Ja, in Dilschhausen bin ich immer noch in Marburg (nach den politischen Grenzen betrachtet). Es war schön heute bei angenehmen Wetter die Stadt zu genießen und in der Fußgängerzone Kaffee zu trinken. Ganz im Schlendertempo habe ich dann über den Schlossberg die Stadt verlassen. Unterwegs waren dann die bekannten Stadt – Land Gegensätze schnell wieder da. Im letzten Dorf gab es nicht mal eine Gaststätte, die geöffnet gehabt hätte. Dafür gibt es hier günstigere Unterkunftsmöglichkeiten.

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Marburg

Ca. 20 km gelaufen.

Heute mal trockenes Wetter. Nach Amöneburg ging es kräftig den Berg hoch.

Dann bin ich am ersten Zwischenziel angekommen. Marburg mit seiner Elisabethkirche. Die erste einheitlich gothische Kirche in Deutschland.Elisabeth bleibt mir mit ihrer Lebensgeschichte doch weiterhin auch fremd. Interessant finde ich, dass sie sowohl von der katholischen als auch von der evangelischen Kirche gewürdigt wird. Ein Grund ist sicherlich, dass sie Standesgrenzen durchbrochen hat. Ihr Lebenspreis war ganz schön hoch dafür.

Kirchhain

Ca. 29 km gelaufen.

An der Bahnunterführung der Leipziger Straße in Erfurt ist noch ein Graffiti „Danni bleibt“ zu lesen. Heute musste ich feststellen, dass eine neue Autobahn nicht zu Begeisterungsstürmen bei Weitwandern führt. Aber mit den Hinweisen meiner Gastgeber und mit Open Street Maps habe ich dann doch einen Weg gefunden.

A 49 in Bau

Umso größer war die Freude, wider auf dem Weg zu sein.

Ansonsten lief mein Tag gut und erst kurz vor dem Tagesziel gab es mal einen unangenehmen Regenschauer.

nach Schwalmstadt-Treysa

Ca. 19 km gelaufen.

Heute war ein feuchter Tag. In einer Regenpause habe ich mein Zelt abgebaut. Es dauerte nicht lange, dann fing es wieder an. Erstmals habe ich heute an drei Stellen den Weg verloren und musste mich neu orientieren. Dadurch sind es nicht so viele Kilometer geworden. Dafür bin ich heute Abend alleine im besten Bildungstrakt von Hephata untergekommen.

Campingplatz Frielendorf

Ca. 13 km gelaufen.

Marktplatz Homberg

Die letzten Tage bin ich durch mehrere sehr schöne hessische Fachwerkstädtchen und -dörfer gelaufen. Die Orte haben alle ihren Flair, aber leider sind auch oft leerstehende Häuser zu entdecken. Insoweit unterscheidet sich die hessische Provinz nicht sehr von der Thüringischen.

Für mich sollte es heute einen Erholungstag geben. Und das erste Mal die Nutzung eines Zeltplatzes.

bis Homberg / Efze

Ca. 23 km gelaufen.

Letzter Gruß der Kolleginnen

Mein erstes Frühstück war heute mit dem letzten Riegel, der noch von Erfurt mitgewandert ist. Dann ging es das Tal hinab zur Fulda. In Malsfeld gab es dann ein „echtes“ Frühstück. Der erste Regenschauer zog durch, als ich im Trockenen saß. Bis Homberg führte der Weg oft über nicht asphaltierte Feldwege und war daher angenehm zu laufen. Die Aussicht über den Schwalm-Eder-Kreis war auch sehenswert.

über Reichenbach nach Mörshausen (hinter Spangenberg)

Ca. 25 km gelaufen.

romanisches Kapitell in Reichenbach

Heute sind wir ganz überwiegend auf dem Elisabethpfad über wenig begangene Waldwege gelaufen. Kunstwerke des Projekts „ars natura“ waren am Wegesrand. Die Natur war echt und nicht Kunst. Hiltrud musste ich in Spangenberg wieder in den Bus verabschieden. Es war schön, drei Tage gemeinsam zu laufen.

über die Boyneburg nach Waldkappel

Ca. 22 km gelaufen.

Ruine der Boyneburg bei Wichmannshausn

Nach einem schönen Aufenthalt in einer sehr netten Pilgerunterkunft in Netra ging es heute über Röhrda zur Boyneburg. Von dort nach Wichmannshausen und weiter nach Waldkappel. Wir hatten überwiegend Waldwege und sind trotz schlechtem Wetterbericht nicht nass geworden.

über Hörschel und Willershausen nach Netra

ca. 28 km gelaufen

Dorfkirche von Willershausen

Heute hatte ich beim Laufen Begleitung und von den ersten Tagen schon viel zu erzählen. Bei angenehmen Wetter haben wir heute Thüringen verlassen und die ehemalige Innerdeutsche Grenze drei Mal überquert. Kolonnenwege und auch ein alter Grenzturm bei Ifta erinnern daran, dass offene Grenzen nicht selbstverständlich sind.

In Willershausen, dem ersten Dorf, welches zur Landeskirche Kurhessen-Waldeck gehörte, haben wir ein besonderes Kleinod entdeckt.

über die Hörselberge nach Eisenach

Ca. 23 km gelaufen

Schönheiten am Wegesrand

Heute überwiegend eine schöne Strecke bei durchwachsenem Wetter. Der Kammweg der Hörselberge ist immer wieder eine attraktive Wanderung. Auf dem Kamm pfiff der Wind kräftig, aber dafür hielt sich die Niederschlagsmenge in Grenzen. Ich musste heute nicht die Regenüberhose auspacken. Der Schirm reichte. So bin ich gut in Eisenach angekommen.

Das war also jetzt das Teilstück auf dem Ökumenischen Pilgerweg. Von Erfurt bis Eisenach bin ich keinem anderen Pilger oder Weitwanderer begegnet. Der Weg ist gut ausgezeichnet- ich musste nur an wenigen Stellen schauen, wo es lang geht. Trotzdem scheint das Projekt Ökumenischer Pilgerweg ein wenig in die Jahre gekommen zu sein.

Gotha und Neufrankenroda

ca. 22 km gelaufen

Der Blick zurück

Heute war ein abwechslungsreicher Tag mit angenehmen Wetter. Westlich von Gotha habe ich einen Aussichtsturm entdeckt, den ich bisher noch nicht kannte. Der weitere Weg nach Westen lief durch ein ehemaliges Truppenübungsgelände und hatte tolle Blicke auf Thüringer Wald und Hainich.

Erfurt-Regen-Cobstädt

Heute bin ich in Cobstädt angekommen.

Ca. 20 km gelaufen.

Erfurt hat sich von der schönsten Seite gezeigt. Je näher ich der Stadtgrenze kam, desto feuchter wurde es. Ich weiß nicht, ob ich für den Camino schon mal eingeweicht werden sollte, mit allen Wassern gewaschen oder noch mal neu getauft. Der Pfarrhof Cobstädt ist urig. Ich habe ihn alleine für mich.

Abschied

Heute am 24.07.23 ist der Tag des Abschieds – von den Kollegen, den Nachbarn, den Freunden, der Familie.

Ich bin dankbar für die vielen guten Wünsche und schaue mit Wehmut zurück.

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