Am Montag ca. 29 km gelaufen; heute, am Dienstag ca. 18 km.
Denkmal zu den Visionen von Jeanne d‘Arc
Morgens starteten wir mit Nebel über den Wiesen vorbei an der Basilika zu Jeanne d’Arc. Da es im nächsten Ort nichts zu Essen gab (Montag) liefen wir nach Neufchateau und dann erst auf dem Jakobsweg weiter.
Heute führte uns der Weg nach Contrexeville (neben Vittel). Die Orte sind für ihr Quellwasser bekannt.
Denkmal in der Nähe des Geburtsortes von Jeanne d‘Arc
Nach einem sehr netten Frühstück bei unserer Gîte-Wirtin liefen wir entlang des Maastales nach Süden. Das Tal ist eine weite Senke und die Gegend ist sehr dünn besiedelt. Viel Zeit zum Erzählen.
Nach einem kurzen Stadtrundgang in Toul sind wir nach Chalaines gestartet. Heute war seit einiger Zeit wieder ein sonniger Tag und so lief es sich über Felder und durch größere Waldstücke richtig gut. Dabei überquerten wir die Wasserscheide Mosel – Maas.
Gestern ca. 30 km gelaufen und heute am Freitag ca. 23 km.
Brunnen in Jezainville bei Pont-a-Mousson
Größtes Ereignis war für mich war, David mittags in Pont-a-Mousson am Bahnhof abzuholen. Wir haben uns schnell auf dem Weg gemacht und sind bis Liverdun, einem netten Städtchen an der Mosel gelaufen. Dort gab es einen Zeltplatz.
Heute ging es dann bis Toul weiter. Der Weg ging viel durch Wald und über Felder. Toul an der Mosel hat eine beeindruckende Kathedrale.
Am Mittwoch ging es den ganzen Tag an der Mosel entlang. Es gab nur kurze Stücke durch Obst- und Weingärten. Neben dem eigentlichen Fluss gab es diverse Kanäle, Altarme und Seen. Viel Flusslandschaft, teilweise auch begleitet von diversen Bahnstrecken.
Relief an einer Vorort – Kirche – Deutung schwierig
Über dünn besiedelte Höhenzüge zwischen Mosel und Saar ging es viel durch Felder und Wälder auf Metz zu. Leider waren auch längere Passagen über Departemonialstassen dabei. Diese waren aber wenig frequentiert. Gefühlt habe ich mehr Radfahrer als Autos gesehen. Durch die Länge der Etappe kam ich erst nach 20 Uhr im gebuchten Appartement in Metz an.
Dafür bleibe ich jetzt zwei Tage zum Erfrischen, Besichtigen und Erholen hier. Heute Morgen war die größte Herausforderung bereits der Besuch eines Waschsalons. – Premiere😊
Heute Morgen habe ich zunächst einen Blick über die Mosel nach Schengen geworfen. Erste Erkenntnis des Tages: Es gibt auch Moselwein aus Luxemburg und aus Frankreich.
Dann war ich auch schon ein paar Meter weiter in Frankreich. Schlagartig veränderte sich das Bild: Die Häuser wirkten grauer; es gab aber ein Vielfaches an Fensterläden. Die Autos vor den Häusern waren wenigstens eine Größenkategorie kleiner.
Dafür sind die Wege hier perfekt markiert. Neben der Muschel gibt es jetzt noch weiß-rote Streifen für den GR. Jeder mögliche Verhauer ist durch ein weiß-rotes Andreaskreuz gekennzeichnet. Wanderer werden gegrüßt.
Auf den Feldern der Höhenzüge gibt es keine Windräder mehr. Dafür sah ich bereits gestern zwischen Windrädern hindurch große Kühltürme. Diese gehörten vermutlich zu einem Atomkraftwerk an der Mosel. Heute verschwanden die vier dampfenden Ungetüme so langsam im Tal.
Bereits heute Vormittag kam ich an der kleinen Jakobuskirche aus dem 12. Jahrhundert vorbei (mit Pilgerstempel). Dann führte der Weg über viel freies Feld und an vielen Windrädern vorbei. Nass geworden bin ich nur einmal, aber dafür richtig.
Dann führte mich der Weg zur Mosel nach Perl. Hier ist Deutschland zu Ende. Auf der anderen Flussseite liegt Schengen in Luxemburg. Ja, der Ort, in dem der entsprechende Vertrag unterzeichnet wurde. Südlich von Perl liegt Frankreich. Nach dort geht es morgen weiter.
Heute ging es erst etwas monoton auf dem Radweg entlang der Mosel aus Trier heraus bis zur Saarmündung. Diese war ziemlich mit Brücken verbaut. Dann kam nochmals Radweg bis es hinter Tawern den Berg hochführe. An der alten Römerstrasse, lag dann die Ausgrabungen der antiken Tempelanlage. Eingekehrt bin ich in Mannebach.
Von Zemmer im Meulenwald ging es zunächst mit unterbrochene Ortung nach Ehrang an die Mosel. Dort traf ich einen alten Freund, der die Mosel mit dem Fahrrad hinab fuhr. Nach einer netten Eis- und Kaffeepause ging es dann zu meinem vierten Zwischenziel: nach Trier. Für mich von Bedeutung, weil eine Matthiaswallfahrt vor 40 Jahren so einiges an Bekanntschaften brachte, die mein weiteres Leben prägten.
Am 20.08. ca 22 km gelaufen und am 21.08.23 ca. 26 km.
Kloster Himmerod bei Festveranstaltungen am Sonntag
Am Sonntagmorgen startete ich mit Hiltrud durch das schöne Liesertal nach Manderscheid. Von dort fuhr Hiltrud mit erst mit dem Bus und dann mit dem Zug nach Hause. Ich wanderte weiter durch das Tal der kleinen Kyll zum Kloster Himmerod. Dort ist zwar kein Zisterzienser-Konvent mehr, aber es gibt immer noch eine Klosterherberge, die von engagierten Menschen betrieben wird.
Heute ging es dann auf dem Ville-Eifel-Weg (früher Hauptwanderweg 2) weiter. Dieser führte erst über die Höhe und dann durch das Salmtal. Dieses war ähnlich einsam und idyllisch wie das Liesertal. Diese Eifeltäler sind wirklich traumhafte Wandergebiete.
Wir liefen heute auf traditionelle Pilgerwegen zum Grab des Hl. Matthias in Trier. Nachdem wir heute Morgen an einer Mauernische vorbei kamen in der vermutlich in der Vergangenheit eine Marienfigur stand und jetzt eine Buddha-Statue über Unterschiede zwischen Christentum und Buddhismus. In beiden Religionen bzw. Weltanschauungen ist der Umgang mit Leid wesentlich. Dies wird im Christentum dargestellt; im Buddhismus erscheint in der Regel der erleuchtete Buddha.
Heute Nachmittag hatten wir eine schöne Badepause am Gemündner Maar.
Heute ging es aus dem Denntal hinauf nach Adenau und dann weiter zur Rennstrecke und nach Müllenbach. Der Ring ist ja schon ein kulturgeschichtliches Werk ganz eigener Prägung.
Manchmal lassen sich öffentliche Verkehrsmittel doch nicht ganz vermeiden. Also ging es per Fähre über den Rhein. Wir hatten typisches Rheinwetter: Warm und Treibhausluft.
Kurz vor Bad Neuenahr erreichten wir das Ahrtal. Wir konnten den Ahrtalweg laufen; mussten aber auch einmal eine Klettereinlage vollführen. Die touristischen Einschränkungen sind aber nicht das Wesentliche. Viele Häuser waren im Erdgeschoss noch sanierungsbedürftig.
Am 10.08. ca. 32 km gelaufen und am 11.08. ca. 19 km.
Blick vom Raiffeisenturm auf dem Beulskopf nach Osten
Am Donnerstag lief es sich bei besten Wanderwetterverhältnissen hervorragend. Überwiegend war ich auf Teilstrecken des Westerwaldsteigs unterwegs, der sehr abwechslungsreich geführt wird. Es gab nur wenig Asphaltpassagen. Dafür sind aber viele kleine Bachtäler zu queren, so dass sich die Höhenmeter addieren. Die Nacht verbrachte ich in der Nähe von Asbach.
Heute, am Freitag ging es dann zu meinem dritten und für mich wohl bedeutsamsten Zwischenziel nach Rheinbreitbach. Die Wege der letzten Kilometer waren bekannt. Hier bin ich entspannt bei schönem Wetter angekommen.
Am 8.8. ca. 26 km gelaufen. Am 9.8. ca. 29 km gelaufen.
Nikolaikirche Siegen
Am 8.8. den Pilgerweg bis Oberfischbach gelaufen und dann nach Niederfischbach nach Süden abgebogen. Mangels Unterkunftsmöglichkeit im Wald biwakiert. In Siegen bin ich gemütlich von der Oberstadt in die Unterstadt gelaufen und habe so das Leben meines Geburtsortes aufgenommen. Eine Kirche mit Krone gibt es auch nicht überall.
Am 9.8. nach Einpacken des nassen Zeltes einen schönen Wandertag gehabt. Am Morgen von der Höhe schon den Ölberg des Siebengebirges gesehen. Dann bei Wissen die Sieg überquert und in den Westerwald gelaufen. Der hatte sogar Sonnenschein zu bieten. So lief es sich gut bis Marienthal. Dis war auch einmal ein bekannter Wallfahrtsort.
Heute im Regen gestartet und an der Dill-Quelle unwirkliches Wetter gehabt. Im zweiten Teil trocken. Unterwegs Geburt eines Lämmchen beobachtet. Dann am zweiten Zwischenziel sehr nett aufgenommen worden. Hier hat mein Leben seinen Anfang genommen.
Heute bin ich bis an den Rand Hessens gelaufen. Nach der Lahn hat sich die Landschaft deutlich verändert. Vorher im Schwalm-Eder-Kreis war die Landschaft durch weite Flussauen und großen landwirtschaftlichen Flächen geprägt. Jetzt sind die Täler enger geworden und die Ortschaften ziehen sich an den Talstrassen entlang. Oberhalb davon sind landwirtschaftliche Flächen und darüber bewaldete Bergkämme. Apropos Hessen: Gefühlt wird derzeit in jedem Dorf Glasfaser verlegt. – Es ist ja auch nicht mehr lange hin, bis zur Landtagswahl.
Heute Vormittag war das Wetter besser als erwartet. Dafür wurde es nach Mittag recht ungemütlich mit kräftigem Regen und Wind dazu. Aber irgendwann war ich dann doch am Ziel.
Heute war der erste Tag an dem ich mehrere Wanderer getroffen habe, mit denen ich auch ein paar Worte gewechselt habe. Darunter war auch die erste Begegnung mit Pilgern: Eine Mutter mit ihrem Sohn, die gemeinsam von Marburg nach Köln laufen wollten. Ein Stück bin ich mit ihnen gemeinsam gelaufen.