Ruhetag

Muertemoro – in der Schatzkammer der Kathedrale

Trotz der vielen schönen Eindrücke und den vielen guten und internationalen Begegnungen auf den Wegen, die mit Recht heute den Titel „Friedensweg“ beanspruchen, beschäftigt mich die Gewaltgeschichte des Christentums sehr. Bewusst oder unbewusst wurde der Jakobsweg ein wesentlicher Baustein in der Reconcista, der Vertreibung des Islams aus Spanien. Jakobus war da gerade recht. Dabei hat es mit Jesus und den Märtyrern mit der Ertragung von Gewalt angefangen.

Und Kollateralschäden gab es in der Kirchengeschichte auch genug: z. B. mit der Zerstörung von Konstantinopel im IV. Kreuzzug. Mich hat beim Ankommen in Santiago eine Ukrainerin photographiert und ich sie. Sie hatte eine traditionelle ukrainische Bluse übergezogen und posierte mit der ukrainischen Fahne. Ob der Ukrainekrieg in gewissem Sinne noch eine Fortsetzung des alten Ost- Westkonfliktes ist. Auf jeden Fall hat sich das Christentum nach der konstantinischen Wende teilweise weit von seinem Ursprung weg bewegt. Wir leben weiterhin in einer Welt mit viel Gewalt.

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